Strategie des Brandenburgischen Volkshochschulverbands bis 2030:

Weiterbildung in Brandenburg muss ausgebaut werden

Ausbau der Weiterbildung für Brandenburgs Zukunft nötig

Vor allem nach vorn richtet sich der Blick der 20 Mitglieder des Brandenburgischen Volkshochschulverbandes in ihrer Mitgliederversammlung am 17. September in Erkner. Der Fachvortrag „Lernwelten zukunftsfähig gestalten - Strategien für die Unterstützung kommunaler Entwicklung“ von Prof. Richard Stang, Hochschule der Medien Stuttgart, stimmt in die Diskussion strategischer Ziele des Landesverbands bis 2030 ein: Die Weiterentwicklung der Volkshochschulen als moderne und soziale Lernorte, die den Brandenburgerinnen und Brandenburgern vielfältige, erreichbare Weiterbildungsangebote unterbreiten, wird dabei als zentrales Anliegen formuliert.

„Das Land Brandenburg benötigt öffentlich geförderte, zuverlässige Weiterbildungsangebote vor allem im ländlichen Raum, finanziert diese jedoch nur unzureichend,“ stellt die Verbandsvorsitzende Dr. Christine Schäfer fest. Sie leitet die Kreisvolkshochschule Barnim und kennt den Bedarf aus der täglichen Arbeit: „Brandenburg hat einen besonders hohen Anteil Erwachsener an der Bevölkerung und kann es sich nicht leisten, bei der Weiterbildungsförderung pro Einwohner*in im Bundesvergleich einen der letzten Plätze einzunehmen – hier muss ambitioniert gefördert werden!“

Schäfer verweist auf den Strukturwandel, die demografische Entwicklung und die Versorgung ländlicher Regionen, die das Land neben der Digitalisierung, dem Klimawandel und der Bewältigung der Coronapandemie besonders fordern. All das wäre nur dann produktiv zu meistern, wenn die Brandenburgerinnen und Brandenburger sich in jedem Lebensalter weiterbilden. Dafür wird mehr verlässliche Förderung der Weiterbildung gebraucht – etwa zur Aufstockung der Kofinanzierung von ESF-geförderten Grundbildungszentren, die als niedrigschwellige Lernangebote in jedem Landkreis und in jeder kreisfreien Stadt etabliert werden sollten. Aber auch die Grundversorgung in der allgemeinen, beruflichen, kulturellen und politischen Weiterbildung bedarf einer spürbaren Aufstockung, um Angebote beispielsweise in berlinfernen Regionen und barrierefrei etablieren zu können; diese Daseinsvorsorge der Weiterbildung wird zu mehr als 80 Prozent von den Volkshochschulen geleistet. Die Förderung anerkannter Landesorganisationen wurde in den vergangenen Jahren zwar ausgebaut, liegt aber dennoch weit unter dem Nötigen, um aktuelle fachliche Entwicklungen ihrer Mitglieds-Bildungsträger wie die Digitalisierung und Bildung zur nachhaltigen Entwicklung im Land professionell voranzutreiben.

Breites Angebot trotz Corona dank engagierter Weiterbildner*innen

Das bilanzierte Jahr 2020 zeigt, dass die Volkshochschulen mit ihren mehr als 2.500 Kursleiter*innen und ihr Landesverband auch unter den schwierigen Bedingungen engagiert gearbeitet haben.

Gemessen am Vorjahr, konnten nahezu 80 Prozent Kurse durchgeführt werden.

Um Kontaktbeschränkungen auszugleichen, wurden ergänzende digitale Weiterbildungsangebote um rund 25 Prozent aufgestockt. So luden die Volkshochschulen zu hybriden Kunstkursen, Online-Sprachkursen oder auch Yoga online ein. Einen Einblick in die Angebotsvielfalt gaben 16 digitale Schnupperangebote am bundesweiten Digitaltag im Juni.

Der Landesverband unterstützte die Volkshochschulen durch mehr als 30 Qualifizierungen für Kursleiter*innen und Mitarbeiter*innen zu digitalen Medienkompetenzen – dank Landesförderung mehr als geplant. Am digitalen Kursleiter*innen-Tag im November nahmen über 100 Weiterbildner*innen an insgesamt 12 Workshops teil, etwa zur lebendigen Online-Moderation, zur digitalen Lernplattform vhs-lernportal.de des Deutschen Volkshochschul-Verbands und zur hybriden Kursgestaltung. Darüber hinaus unterstützte der Verband seine Mitglieder beim Austausch zum Umgang mit den besonderen Rahmenbedingungen, etwa zu Hygieneplänen und zur Fördermittelabrechnung.

Strategische Ausrichtung auf modernes und soziales Lernen für alle

Um im Jahr 2030 Bildungsmagnet für alle zu sein, müssen Volkshochschulen fest verankert und auskömmlich finanziert werden. Dazu will der Brandenburgische Volkshochschulverband den regelmäßigen Austausch mit der Landespolitik zu gemeinsamen Entwicklungszielen suchen und kontinuierlich über die Arbeit seiner 20 Volkshochschulen informieren. Im Fokus können Themen wie Bildung zur nachhaltigen Entwicklung, Digitalisierung, gesellschaftlicher Zusammenhalt und Bildungsangebote in ländlichen Regionen stehen.

In jedem Falle wird die Grundbildung und Alphabetisierung Erwachsener als Schlüssel zur Teilhabe weiterhin einen wichtigen Platz in der Verbandsarbeit einnehmen. Hier engagieren sich die Volkshochschulen mit mehr als 100 Kursen pro Jahr aus Landes- und ESF-Mitteln, an denen Menschen mit Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben kostenfrei teilnehmen können. 8 der aktuell 9 geförderten Grundbildungszentren sind bei Volkshochschulen angedockt. Der Verband unterstützt mit der Koordinierung der Kurse und fachlichem Austausch dazu.

PM zum Download

Volkshochschulen informieren am Weltalphabetisierungstag: Lesen lernen lohnt sich in jedem Alter!

Potsdam, 8.9.2021. Etwa 6,2 Millionen Erwachsene in Deutschland können nicht richtig lesen und schreiben. Darauf macht jährlich der Weltalphabetisierungstag am 8. September aufmerksam und informiert über Unterstützungsangebote. Die 20 Volkshochschulen im Land Brandenburg und ihr Landesverband gehören mit geförderten Lerntreffs und Grundbildungskursen dazu und lassen sich jenseits starrer Formate Einiges einfallen.

Flugblätter von Parteien oder einen Stimmzettel lesen ist für sie genauso schwierig, wie eine Testanleitung zu lesen, ein Kochrezept oder einen Medikamenten-Beipackzettel. 6,2 Millionen Erwachsene im erwerbsfähigem Alter in Deutschland können nicht richtig lesen und schreiben und kann damit viele Beteiligungschancen in Beruf und Gesellschaft nicht nutzen. Bildung ist der Schlüssel zur Teilhabe. Darauf macht jährlich der Weltalphabetisierungstag am 8. September aufmerksam und informiert über Unterstützungsangebote. Das Land Brandenburg hat ein starkes Alphabetisierungs-Netzwerk für Erwachsene geknüpft, in dem die 20 Volkshochschulen mit ihrem Landesverband einen stabilen Pfeiler stellen.

Neue Führung beim Brandenburgischen Volkshochschulverband: Weichen für vhs als soziale und moderne Lernorte gestellt

Mit der Landtagsabgeordneten Carla Kniestedt als Präsidentin und Dr. Christine Schäfer, Leiterin der Kreisvolkshochschule Barnim, als Vorsitzender hat der Brandenburgische Volkshochschulverband eine neue Führungsspitze. Als ihr wichtigstes Anliegen benannte die neue Landesvorsitzende die Entwicklung einer Strategie für den Verband bis 2030: „Wir wollen gemeinsam mit unseren 20 Mitgliedern die Volkshochschulen in ihrer Entwicklung als soziale und moderne Lernorte unterstützen.“ Das damit verbundene Streben nach Chancengleichheit unterstrich auch die neue Präsidentin als besonderen Wert der Volkshochschularbeit.

Pressemitteilung vom 21.9.2020 zum Download

Kostenfreies digitales Hop On-Hop Off der Volkshochschulen: Am 19.6. digitale Bildungs-Häppchen genießen!

Mit vielfältigen Themenangeboten wollen die Volkshochschulen des Landes am 19. Juni digitale Bildungs-Häppchen schmackhaft machen. Interessierte können in Kurzwebinaren zwischen 10 und 18 Uhr vom Yoga über Sprachen bis zum Smartphone kostenfrei testen, ob ihnen digitales Lernen Spaß machen könnte: mehr zum Programm unter www.vhs-brb.de .

Pressemitteilung vom 16.6.2020 zum Download

Programm zum Download

Den Alltag gesünder und nachhaltiger gestalten: Vorträge der Verbraucherzentrale im Programm der Volkshochschulen

 

Im Herbstsemester laden neun Volkshochschulen zu Vorträgen der Verbraucherzentrale ein. Brandenburger*innen können hier Tipps mit direktem Nutzen für ihren Alltag mitnehmen – von der Einsparung von Heizkosten über Kostenfallen im Internet bis hin zu gesunder Ernährung.

Pressemitteilung vom 29.11.2019 zum Download

Programmvielfalt macht Volkshochschulen attraktiv - Gründungsauftrag nach 100 Jahren hochaktuell: Bildung für Teilhabe

Das vielfältige Angebot der 20 Volkshochschulen im Land hatte 2018 eine große Resonanz: In rund 9.000 Veranstaltungen mit 230.000 Unterrichtseinheiten bildeten sich fast 80.000 Brandenburger*innen weiter, bilanzierte der Brandenburgische Volkshochschulverband in seiner Mitgliederversammlung am 27. September. „Rund 270 digitale Angebote erweiterten 2018 die Erreichbarkeit, aber das gemeinsame Lernen vor Ort bleibt Markenkern der Volkshochschulen.“, verspricht Verbandsvorsitzende Carola Christen.

Pressemitteilung vom 27.9.2019 zum Download

Aufschwung für Erwachsenenbildung in Sicht: Alle großen Parteien wollen lebenslanges Lernen stärken

Vor den Landtagswahlen befragte der Brandenburgische Volkshochschulverband die Parteien zu drei Schwerpunkten der Erwachsenenbildung. Die Antworten von SPD, CDU, DIE Linke, Bündnis 90/Die Grünen, FDP und Piraten zeigen, dass die angehenden Landespolitiker*innen die Bedeutung des lebenslangen Lernens im Land anerkennen: Alle wollen die Erwachsenenbildung stärken.

Zum Herunterladen finden Sie hier:

- die Pressemitteilung

- eine ausführlichere Darstellung

- eine Übersicht der Fragen und Antworten

Bilanz-Pressemitteilung 2018: vhs sichern Angebote für lebenslanges Lernen in allen Landesteilen - Weiterbildung braucht Anerkennung als 4. Säule der Bildung

In seiner Mitgliederversammlung am 25. Mai bilanziert der Brandenburgische Volkshochschulverband seine Arbeit im Jahr 2017 und blickt auf eine nachhaltige Leistungssteigerung in den letzten Jahren zurück. „Unseren Auftrag, vielen Menschen in allen Landesteilen den Zugang zum lebenslangen Lernen zu sichern, haben wir im vergangenen Jahr mit 238.989 geleisteten Unterrichtseinheiten erneut erfüllt“, stellt die Verbandsvorsitzende Carola Christen fest und fordert: „Eine gute Weiterbildung erfordert künftig im Flächenland Brandenburg eine deutlich höhere Förderung nahe dem Bundesdurchschnitt, von der wir aber noch weit entfernt sind.“ Schwerpunkte für die 20 Volkshochschulen im Landesverband sind die Themen Alphabetisierung und Grundbildung, Integration und Medienkompetenz als Schlüssel zur gesellschaftlichen Teilhabe.

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Mehr Bildungsangebote für Verbraucher - Volkshochschulverband und Verbraucherzentrale kooperieren

Die Verbraucherzentrale (VZB) und der Brandenburgische Volkshochschulverband arbeiten ab sofort enger zusammen. Gemeinsam wollen die Partner Verbraucherkompetenzen durch Bildungsangebote stärken.

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Bilanz-Pressemitteilung 2017: vhs steigern drittes Jahr in Folge ihre Leistung - Bedarfsgerechte digitale Anreicherung von Kursen in Vorbereitung

PM vom 22.09.2017 (Download)

Mit 220.483 Unterrichtseinheiten im Jahr 2016 präsentieren die 20 Mitglieder des Brandenburgischen Volkshochschulverbands in ihrer Mitgliederversammlung erneut eine Spitzenleistung. Das interkulturelle Lernen in Sprachkursen und gesundheitliche Bildungsangebote sind besonders gefragt. Um das Angebot noch stärker auf den Bedarf verschiedenster Nutzergruppen auszurichten, wollen die Weiterbildner/innen 2018 vor allem digitale Kompetenzen und Veranstaltungskonzepte weiterentwickeln.