Neue Führung beim Brandenburgischen Volkshochschulverband: Weichen für vhs als soziale und moderne Lernorte gestellt


Mit der Landtagsabgeordneten Carla Kniestedt als Präsidentin und Dr. Christine Schäfer, Leiterin der Kreisvolkshochschule Barnim, als Vorsitzender hat der Brandenburgische Volkshochschulverband eine neue Führungsspitze. Als ihr wichtigstes Anliegen benannte die neue Landesvorsitzende die Entwicklung einer Strategie für den Verband bis 2030: „Wir wollen gemeinsam mit unseren 20 Mitgliedern die Volkshochschulen in ihrer Entwicklung als soziale und moderne Lernorte unterstützen.“ Das damit verbundene Streben nach Chancengleichheit unterstrich auch die neue Präsidentin als besonderen Wert der Volkshochschularbeit.

Neuer Vorstand strebt Nachhaltigkeit an

Schäfer unterstrich, dass die Verankerung des Prinzips der Nachhaltigkeit in den Angeboten der Volkshochschulen und den Einrichtungen selbst eine zentrale Rolle spiele. Mit dem neuen Vorstand sei der Verband dafür gut aufgestellt.

In den Vorstand des Brandenburgischen Volkshochschulverbands wurden gewählt:

  • als Präsidentin Carla Kniestedt, Landtagsabgeordnete,

  • als Vorstandsvorsitzende Dr. Christine Schäfer, Leiterin der kvhs Barnim

  • als Vertreter*in

    des Städte- und Gemeindebundes Brandenburg Sebastian Kunze, Referatsleiter Bildung, und

    des Landkreistages Brandenburg Jutta Schlüter, Erste Beigeordnete,

  • als Vertreterin der Wissenschaft Prof. Dr. Heike Molitor, Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde, sowie

  • als Vertreter*innen der kommunalen Träger der Volkshochschulen

    Andrea Hähnlein, Leiterin der kvhs Elbe-Elster,

    Andrea Staeck, Leiterin der vhs Teltow-Fläming,

    Anke Unkenholt, Leiterin der kvhs Ostprignitz-Ruppin, und

    Dr. Myrtan Xhyra, Leiter der vhs Potsdam.

Stolze Leistungsbilanz scheidender Führung: Verband stabilisiert und professionalisiert

Mit der Wahl verabschiedete der Verband drei langjährige Vorstandsmitglieder: In einer für den Verband schwierigen Situation nach hatten seit 2004 Carola Christen, Leiterin der vhs Frankfurt (Oder), als Vorsitzende, die Bundestagsabgeordnete Sylvia Lehmann als Präsidentin und Serge Lacombe, Leiter der kvhs Dahme-Spreewald, als Mitglied Verantwortung im Vorstand übernommen. Ihnen wurde vor allem für die Stabilisierung und Professionalisierung des Verbands gedankt. Insbesondere die verantwortungsbewusste, ideenreiche und konstruktive Steuerung des Verbands durch Frau Christen würdigten mehrere Redner*innen.

Die Vorstandswahl in der 37. Mitgliederversammlung des BVV stand im Zeichen einer Leistungsbilanz des Verbands. Die 20 vhs konnten im Jahr 2019 mit insgesamt 7.189 Kursen der Erwachsenenbildung, 203.767 Unterrichtseinheiten und 68.859 Belegungen an ihr kontinuierliches Angebot der Vorjahre anknüpfen. Die Angebote widerspiegelten eine thematische Vielfalt von der gesellschaftlich-politischen über die kulturelle, die sprachliche und berufliche Bildung bis hin zur gesundheitlichen und Allgemeinbildung. Wie in den Vorjahren dominierten Sprachkurse in mehr als 20 Sprachen, dicht gefolgt von Kursen zur gesundheitlichen Bildung. An Bedeutung gewannen Einzelveranstaltungen – 2019 besuchten 15.813 Teilnehmer*innen diese Formate.

Seit 2016 stehen besonders Angebote für Erwachsene, die Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben haben, im Fokus. Auch im Bereich der Digitalisierung setzte der Verband einen Schwerpunkt und entwickelte mit seinen Mitgliedern neue Weiterbildungsangebote, schulte das eigene Personal und gab Impulse für die Organisationsentwicklung der vhs. Dabei konnten sich vhs und Verband auf die bundesweite Lern- und Kommunikationsplattform vhs.cloud stützen.


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